Persona
ist das lateinische Wort für die Maske, die in antiken Theateraufführungen getragen wurde. Der Begriff bezeichnet zudem die Stimme des Schauspielers, die durch die Maske hindurchklingt (lat. personare = hindurchtönen). In der analytischen Psychologie beschreibt die Persona die Maske, die ein Mensch in der Öffentlichkeit unbewusst trägt, um gesellschaftliche Rollen zu spielen – Rollen, die wiederum von äußeren Erwartungen und Normen beeinflusst werden. Jeder Mensch besitzt verschiedene Facetten seiner Persönlichkeit, die je nach Situation und Interaktionspartner variieren. Masken können auch als Synonyme für Unsicherheit, Egozentrik und Angst gesehen werden – insbesondere für die Angst vor der Wahrheit. Doch hinter all diesen Masken existiert das authentische, göttliche Wesen des Menschen, das durch Meditation und Selbstreflexion wieder erkennbar werden kann.
▸ Richard David Precht: Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?