Georges I. Gurdjieff

(1866–1949), geboren in Alexandropol in Armenien, war – was seine Methoden und Mission betrifft – einer der mysteriösesten spirituellen Meister des 20. Jahrhunderts. Seine Ideen hatten großen Einfluss auf viele Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle des 20. Jahrhunderts und werden als Brücke zwischen östlicher Mystik und westlicher Wissenschaft angesehen. Gurdjieff entwickelte eine Synthese aus traditionellen spirituellen Praktiken („Vierter Weg“), die den modernen Menschen dabei helfen soll, ihr volles seelisch-geistiges Potenzial zu entfalten. Seine ungewöhnlichen Lehrmethoden umfassten Körperübungen, Musik, Tanz und intensive Selbstbeobachtung. 1922 gründete er in Frankreich das „Institut für die harmonische Entwicklung des Menschen“, um seine Lehren zu verbreiten. P. D. Ouspensky zählte zu seinen engsten Schülern.