Jesuiten
Die Jesuiten sind Mitglieder eines Ordens („Societas Jesu“), der im 16. Jahrhundert von Ignatius von Loyola in Paris gegründet wurde. Ziel des Ordens war es, die römisch-katholische Kirche in Bezug auf Selbstdisziplin und das Streben nach Gott neu auszurichten. Der Orden zeichnet sich durch eine streng hierarchische Struktur und eine enge Bindung an die römische Kurie aus. Die Jesuiten sind für ihren missionarischen Eifer und ihren strengen Gehorsam gegenüber den Weisungen des Papstes bekannt. Zweifellos haben sie zu allen Zeiten versucht, politischen Einfluss auf andere Länder auszuüben (z. B. im Kontext der Kolonialisierung). Ein Schwerpunkt ihrer missionarisch-ideologischen Arbeit bestand auch darin, ein weltweites Netzwerk von Bildungseinrichtungen, insbesondere Schulen und Universitäten, aufzubauen. Der Orden unterstützt zudem viele soziale Projekte – stets jedoch auf der Werteordnung der katholischen Kirche basierend.