Verstand

Worte bilden die Grundstruktur des Verstandes. Sie können voller Poesie und Liebe sein, aber auch zu Streit und Krieg führen. Dernormale“ Denkprozess besteht aus unkontrollierten Assoziationsketten, die sich sehr schnell aufspalten. In der Praxis heißt das: vom Thema abkommen, den Gesprächsfaden verlieren, gedanklich blitzschnell Ort und Zeit wechseln. Der unbewusste Verstand steht im buddhistischen Sinne für das Rad der ewigen Wiedergeburt. Durch die kontinuierliche unkontrollierte Konditionierung des Verstandes mit neuen Inhalten wird das Ego immer stärker und mächtiger. Die Technik der Meditation macht es möglich, die bewusste Kontrolle über die Verstandesinhalte wiederzuerlangen. Die Mittel der Meditation richten sich nicht gegen den Denkprozess, sondern verhindern die Identifikation mit negativen Verstandesinhalten.

Dazu ein netter Spruch von J.W. v. Goethe: „Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.“