Vipassana

bezeichnet im Buddhismus die Einsicht in die drei Daseinsmerkmale:

  • Unbeständigkeit (anicca)
  • Leidhaftigkeit (dukkha)
  • Nicht-Selbst (anatta)

Die Vipassana-Praxis ist ein Weg, um das durch Nichtsehen (avijja) und Verblendung (kilesa) verursachte Leiden (dukkha) zu überwinden. Sie ist grundsätzlich an keine Religionszugehörigkeit gebunden und wird auch von Nicht-Buddhisten geübt und gelehrt. Ein wesentlicher Bestandteil der verschiedenen Schulungsmethoden ist die Übung der Achtsamkeit.

Vipassana bildet neben dem Zen-Buddhismus und dem tibetischen Buddhismus die dritte Hauptströmung des Buddhismus im Westen. Es gibt zahlreiche Verbindungen zwischen Vipassana, der Psychologie und der Komplementärmedizin. Besonders hervorzuheben ist das weltweit bekannte Behandlungsprogramm MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) des amerikanischen Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn.