LSD
ist eine vom Schweizer Chemiker Albert Hofmann synthetisierte psychoaktive Substanz mit starken halluzinogenen Eigenschaften (Lysergsäurediethylamid). Hofmann erlebte 1943 während eines Selbstversuchs die Effekte, die als "Bicycle Day" bekannt wurden. Bereits kleinste Mengen an LSD können tiefgreifende Bewusstseinsänderungen hervorrufen. Die Wirkungen von LSD sind vielfältig und reichen von visuellen und auditiven Halluzinationen bis hin zu veränderten Zeit- und Raumwahrnehmungen. LSD kann sowohl Euphorie als auch Angstzustände auslösen ("Horrortrips"). Ab Beginn der 1960er Jahre spielte LSD eine zentrale Rolle in der Hippiebewegung der USA, die sich für eine friedlichere und humanere Welt einsetzte (z.B. Großdemonstrationen gegen den Vietnamkrieg). In der Medizin gewinnt der Einsatz von LSD bei Depressionen, Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen wieder verstärkt an Bedeutung.