Hybris
(griech.) bezeichnet eine extreme Form der Selbstüberschätzung und des Hochmuts. In vielen antiken Tragödien führte Hybris zum Untergang des Helden - ganz nach dem Sprichwort: „Hochmut kommt vor dem Fall“. Hybris wird auch Menschen nachgesagt, die durch Erfolg und Macht realitätsblind geworden sind und sich nicht selten für unfehlbar halten. Da sie oft die göttlichen Gesetze und sozialen Normen missachten, werden sie von den Göttern, dem Schicksal oder dem Karma gerecht bestraft. In der Psychologie kann Hybris zu narzisstischen Persönlichkeitsstörungen führen. Diese Menschen neigen dazu, sich selbst zu idealisieren und andere abzuwerten. Hybris kann auch in Organisationen beobachtet werden, etwa wenn Unternehmen oder Führungskräfte ihren Erfolg überschätzen und Risiken leichtfertig eingehen.