Sterbeprozess

Die Ärztin, Geistheilerin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross (1926–2004) verstand es, mit ihren Forschungen das Tabu des Todes zu durchbrechen und den Sterbeprozess als natürlichen Teil des Lebens zu betrachten. Durch ihre Gespräche mit unheilbar kranken Menschen identifizierte sie fünf häufig auftretende Phasen: Verleugnung, Zorn, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Ihr Modell legte den Grundstein für die weltweite Hospizbewegung, die ein würdevolleres Sterben ermöglicht. In ihren letzten Lebensjahren galt ihre Arbeit und Hingabe besonders sterbenden und an AIDS erkrankten Kindern. Das größte Vermächtnis ihrer Arbeit liegt darin, den würdevollen Umgang mit Sterbenden gelehrt zu haben und die Bedeutung zu betonen, ihnen mit bedingungsloser Liebe zu begegnen.