Kirchen
sollten ein transformatorisches Bindeglied zu einer erleuchteten metaphysischen Welt für alle Menschen darstellen. Leider haben sie bereits vor sehr langer Zeit einen gefährlichen und egoistischen Weg eingeschlagen. Sie identifizierten sich zunehmend mit dem physischen Aspekt der Welt in Form von Machtdünkel und materiellem Reichtum. Fast alle Kirchen sind „Männerkirchen“, in denen Frauen keine gleichberechtigten Aufgaben ausführen dürfen. Die patriarchalische Interpretation des „göttlichen“ Wortes (Logos) diente den Gründern der Kirchen als Grundlage zur Etablierung einer religiösen Kaste, die ihre dogmatische Macht durch Kontrolle und Angsterzeugung aufrechterhält. Die im Laufe der Jahrhunderte entstandenen Verkrustungen und Erstarrungen der kirchlichen Institutionen werden künftig immer weiter auseinanderbrechen – was die massiven Kirchenaustritte von heute bezeugen. Wenn sich die Kirchen nicht von Grund auf neu spirituell reformieren und den Mut für Veränderungen aufbringen, werden sie eines Tages in der Versenkung verschwinden.