Gedächtnis
Die Fähigkeit des Nervensystems, Informationen mithilfe von Sinnesorganen in Form von Sinnesreizen aus Umwelt und Körper in elektrische Impulse umwandeln, zu speichern und wieder abzurufen, wird in der Neurowissenschaft als Gedächtnis bezeichnet. Unbewusste sowie bewusste Reizwahrnehmungen werden im Kurzzeitgedächtnis (Hippocampus) zwischengespeichert. Intensive und stets wiederkehrende Reizwahrnehmungen werden dem Langzeitgedächtnis zugeführt. Der französische Hirnforscher und Nobelpreisträger Henri Bergson (1859-1941) ist davon überzeugt, dass das Langzeitgedächtnis eine Transrealität ist, die nicht im Gehirn lokalisiert werden kann. Nach dem heutigen Stand der Forschung existieren offensichtlich zwei Arten von Speicherplätzen: ein im Gehirn befindlicher materieller elektrochemischer Speicherraum sowie ein immaterieller außerhalb der Raumzeit im Hyperraum*. Alle Speicherinformationen bewegen sich dabei fließend zwischen vielen Speicherebenen.
▸ * siehe auch „Morphisches Feld“