Templer

sind Angehörige eines Ritterordens, der um 1118 vom Franzosen Hugo de Payens in Jerusalem mit dem Ziel gegründet wurde, Pilger auf ihren Reisen zu schützen. Die Templer kombinierten militärische Disziplin mit klösterlichem Leben und legten Gelübde wie Armut, Keuschheit und Gehorsam ab. Unterstützung erhielten sie von Papst Innozenz II., der sie von der weltlichen Gerichtsbarkeit befreite und ihnen damit nahezu uneingeschränkte Macht sowohl militärisch als auch wirtschaftlich verschaffte. Der Orden entwickelte sich zu einer mächtigen Institution, die Banken, Burgen und Handelsnetzwerke umfasste. Ihr immenser Reichtum und ihre politische Macht machten sie schließlich zu einer Bedrohung für Könige und Päpste. 1312 wurde der Orden von Papst Clemens V. offiziell aufgelöst.